SkillsHero im Porträt

Stefanie Bauer

Von der HTL-Matura über die Lehre zur Malermeisterin – ein handwerklicher Karriereweg voller Kreativität, Leidenschaft und Begeisterung für den Nachwuchs.

Stefanie

Persönliche Daten

Name

Stefanie Bauer

Beruf

Malerin und Beschichtungstechnikerin
Malermeisterin bei Die Optimaler GmbH

Ausbildung

HTL für Innenraumgestaltung und Möbelbau mit Matura
anschließend Lehre zur Malerin und Beschichtungstechnikerin
Malermeisterprüfung 2020

Lehrausbilder

Anna Susiti

Lehrbetrieb

Maler Ortner GmbH

Wettbewerbe & Erfolge

Landeslehrlingswettbewerb Kärnten 2018

1. Platz

Bundeslehrlingswettbewerb Wien 2018

2. Platz

Lehrling des Jahres 2018

1. Platz

Mentorin des Jahres 2025

1. Platz

Im Gespräch

Mein Weg, meine Erfahrungen

Welchen Beruf führst du aus und was begeistert dich daran?

Ich bin Malerin und Beschichtungstechnikerin und mittlerweile auch Malermeisterin. An meinem Beruf begeistert mich vor allem die Abwechslung. Kein Tag und keine Baustelle ist gleich, und am Ende sieht man, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat.
Ich mag besonders, dass unser Beruf handwerkliches Können und Kreativität verbindet und man mit Farben und verschiedenen Techniken unglaublich viel verändern kann.

Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?

Eigentlich wollte ich schon nach der Hauptschule eine Malerlehre machen. Zuerst entschied ich mich aber für die HTL für Innenraumgestaltung und Möbelbau und machte dort meine Matura. Danach arbeitete ich kurz in diesem Bereich, merkte aber schnell, dass die Arbeit hauptsächlich am Computer nicht das Richtige für mich ist. Deshalb entschied ich mich doch noch für meinen ursprünglichen Wunsch und begann die Malerlehre auf dem zweiten Bildungsweg. Diese Entscheidung habe ich nie bereut.

Was war bisher deine größte berufliche Herausforderung und wie hast du sie gemeistert?

Eine meiner größten Herausforderungen ist aktuell, Beruf und Familie gut unter einen Hut zu bekommen. Neben meiner Arbeit in der Firma übernehme ich auch Verantwortung in der Lehrlingsausbildung und gleichzeitig möchte ich natürlich genügend Zeit für meine Familie haben. Das verlangt viel Organisation und manchmal auch Flexibilität. Ich habe gelernt, Prioritäten zu setzen, Aufgaben abzugeben und nicht immer alles gleichzeitig schaffen zu müssen.

Auch wenn es manchmal herausfordernd ist, bin ich stolz darauf, meinen beruflichen Weg weiterzugehen und gleichzeitig für meine Familie da zu sein.

Was möchtest du in deinem Beruf unbedingt noch erreichen?

Ich möchte mich beruflich und persönlich immer weiterentwickeln und offen für neue Herausforderungen bleiben. Besonders wichtig ist mir, mein Wissen und meine Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben und ihnen zu zeigen, wie viele Möglichkeiten unser Handwerk bietet. Wenn ich es schaffe, Lehrlinge für ihren Beruf zu begeistern und sie dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen, ist das für mich schon ein großer Erfolg.

Was haben dich deine Wettbewerbe und Erfolge über dich selbst gelehrt?

Die Wettbewerbe haben mir gezeigt, dass man oft mehr kann, als man sich selbst zutraut. Mit guter Vorbereitung, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen kann man sehr viel erreichen.

Besonders schön finde ich heute, dass ich meine eigenen Erfahrungen weitergeben kann. 2018 stand ich selbst als Lehrling bei Wettbewerben und wurde Lehrling des Jahres – heute darf ich junge Talente begleiten und wurde 2025 als Mentorin des Jahres ausgezeichnet. Darauf bin ich besonders stolz.

Was würdest du einem Jugendlichen sagen, der gerade über eine Lehre nachdenkt?

Probier es aus und trau dich! Eine Lehre bietet unglaublich viele Möglichkeiten und ist alles andere als eine Sackgasse. Und vor allem: Für eine Lehre ist es nie zu spät. Ich selbst habe zuerst die Matura gemacht und mich danach ganz bewusst für eine Lehre entschieden – und würde diesen Weg jederzeit wieder so gehen. Eine Lehre nach der Matura ist kein Schritt zurück und schon gar keine Fehlentscheidung. Jeder Weg ist anders und manchmal findet man eben erst später heraus, was wirklich zu einem passt. Wenn man Freude an dem hat, was man tut, und bereit ist, etwas dafür zu geben, stehen einem unglaublich viele Türen offen.

Zum Abschluss

Stefanies Top 5

  1. Mein Motto

    „Man wächst mit seinen Herausforderungen.“

  2. Darauf bin ich besonders stolz

    Darauf, dass ich meinen eigenen Weg gegangen bin. Von der Matura über die Lehre und meine Wettbewerbserfolge bis hin zur Meisterin und Mentorin. Besonders stolz macht mich, dass ich heute meine Erfahrungen weitergeben und junge Menschen auf ihrem eigenen Weg begleiten darf.

  3. Das motiviert mich am meisten

    Zu sehen, was man mit den eigenen Händen geschaffen hat - und gleichzeitig andere für diesen Beruf zu begeistern. Besonders motiviert mich, wenn ich sehe, wie sich junge Menschen entwickeln, über sich hinauswachsen und stolz auf das sind, was sie erreicht haben.

  4. Das darf in meiner Arbeit nicht fehlen

    Abwechslung, Kreativität, ein gutes Miteinander und natürlich auch der Spaß an der Arbeit.

  5. Das sollten andere über meinen Beruf wissen

    Der Malerberuf ist viel mehr als nur Wände streichen. Er verbindet Handwerk, Kreativität und Fachwissen und ist unglaublich vielseitig. Man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat, und hat gleichzeitig viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.

Top-Talent Stefanie Bauer in Bildern